Smart Grids Salzburg

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Die Wohnanlage Rosa Zukunft ist neben der Smart Grids Modellgemeinde Köstendorf eines jener Leuchtturmprojekte, die Salzburg als Smart Grids Modellregion mit Unterstützung des Klima- und Energiefonds des Bundes umgesetzt hat. Die Wohnanlage im Salzburger Stadtteil Taxham optimiert dezentrale,  umweltfreundliche Stromerzeuger wie eine Photovoltaik-Anlage oder ein Biogas- Blockheizkraftwerk mit Speichern und steuerbaren Stromverbrauchern. Wärmepumpen, Ladestationen von E-Fahrzeugen oder Haushaltsgeräte gehen dann in Betrieb, wenn es für das Gesamtnetz am effizientesten ist. Eine große Rolle spielen bei diesen praktischen Anwendungen von Smarts Grids in der Rosa Zukunft der intelligente Einsatz von Energie, Komfort und Benutzerfreundlichkeit. Ein Energielehrweg informiert Besucher über die Smart Grids Anwendungen in der Wohnanlage.

Die intelligente Wohnanlage mit entsprechender Leittechnik, die sich auf die Erfordernisse des Netzes abstimmt und den Energieverbrauch optimiert. Herzstück ist ein intelligentes Energiemanagementsystem, das Energieerzeugung und Verbrauch optimiert und Speicher nutzt. Elektromobilität spielt eine ebenso große Rolle wie umweltfreundliche Energieerzeugung mittels Photovoltaik und Blockheizkraftwerk.

Die Bewohner der Anlage haben neue, praktische Möglichkeiten, um ihren Energieverbrauch zu steuern. Sie werden über interaktive Displays oder Applikationen am Smart Phone über ihren Energieverbrauch informiert und können diesen gezielter steuern. Umgesetzt werden soll auch ein innovatives Car-Sharing Modell für E-Fahrzeuge. Der Baubeginn für die Wohnanlage ist im Frühjahr 2012, die Fertigstellung für 2013 geplant.

Weitere Details finden Sie auf www.rosazukunft.at

Im Rahmen der Smart Grids Modellregion Salzburg (SGMS) wurde innerhalb des Projektes HiT Planung&Bau (HiT - Häuser als interaktive TeilnehmerInnen im Smart Grid) eine Smart Grids-freundliche Wohnanlage in Salzburg errichtet, welche eine realistische Umsetzung von SG-freundlichen Konzepten darstellt und als Demonstrationsanlage mit Vorzeigecharakter fungiert. Durch eine Kombination von Erzeugern, Speichern und Verbrauchern sowie einem Gebäudeautomationssystem stellt die Wohnanlage nutzbare Flexibilitäten zur Verfügung. Dies erlaubt einerseits eine netzfreundliche Betriebsführung der Anlage, durch die beispielsweise Verbrauchsspitzen im Strombezug des Gebäudes deutlich reduziert werden können, andererseits wird dadurch eine gezielte Beeinflussung der mit der Wärmeerzeugung verbundenen Energiekosten und der CO2-Emissionen möglich.

Das Folgeprojekt HiT Begleit-F&E hatte zum Ziel, die Gebäudetechnik zu optimieren sowie Interaktionstechnologien zw. Bewohner und Gebäude zu entwickeln und die Wohnanlage in einer 1-jährigen Feldstudie im realen Kontext aus der Perspektive A) der BewohnerInnen und B) des Gebäudes zu evaluieren. Ergebnisse aus den Perspektiven wurden gegenübergestellt und ein Leitfaden für zukünftige Umsetzungen formuliert.

Die Integration des Gebäudes, sowie der Bewohner wurden in bisherigen Forschungen meist separat voneinander in theoretischen Kontexten erforscht. Das Projektbündel aus HiT-Planung& Bau und HiT Begleitforschung bietet eine realistische Umsetzung von Smart Grids-freundlichen Konzepten. Funktionen die bislang nur theoretisch beschrieben und nachgewiesen werden konnten, werden damit belegbar, testbar und für eine breitere Öffentlichkeit greifbar. Damit wird ein konkreter Bezug zum Thema Smart Grids als eine zentrale Maßnahme für das Erreichen der klima- und energiepolitischen Ziele (und damit zur Zukunft der Energiesysteme) hergestellt.